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Athletikwettkampf am Mellensee

20.02.2026 - 21.02.2026

Kinderbericht

Es war einer dieser Morgen, an denen selbst die Enten lieber im warmen Nest geblieben wären. Die Straßen glänzten wie frisch polierte Eisbahnen, und wir – Ava, Niklas, Neeskea und Stella – rutschten schon beim Einsteigen ins Auto fast wieder heraus. „Das fängt ja gut an!“, meinte unser Trainer, der sich mit einer Thermoskanne Kaffee bewaffnet hatte, als ginge es in eine Polarexpedition.

Nach einer Fahrt, bei der das Auto mehr schlidderte als fuhr, erreichten wir die Halle am Mellensee. Drinnen war es warm, laut und voller Kinder, die aussahen, als hätten sie schon drei Runden gedreht, bevor der Wettkampf überhaupt begonnen hatte. Wir meldeten uns an, bekamen Startnummern, die ständig schief hingen, und dann ging es los.

Der Parcours war so verwinkelt, dass man fast eine Landkarte gebraucht hätte. Beim Differenzsprung versuchten wir, möglichst elegant auszusehen – was uns nur manchmal gelang. Der Schotzug fühlte sich an, als würde man einen schlafenden Wal aus dem Wasser ziehen. Die Sit-ups und Unterarmliegestütze dagegen liefen super, weil wir die vorher so oft geübt hatten, dass wir sie sogar im Schlaf konnten. Beim Wendelauf drehten wir uns so schnell um die Hütchen, dass uns fast schwindelig wurde. Und die Koordinationsübung war so knifflig, dass selbst unser Trainer kurz die Stirn runzelte.

Dann kam der Ausdauerlauf. Manche von uns liefen wie Gazellen, andere eher wie müde Pinguine – aber alle kamen ins Ziel, und das war die Hauptsache.

Bei der Siegerehrung wurde es richtig spannend. Als dann sieben Kinder vom RSN unter den Top 6 landeten, sah unser Trainer aus, als hätte er gerade im Lotto gewonnen. Die Revierwertung holten wir auch wieder – zum zweiten Mal in Folge. Und Mila, die jüngste von uns, bekam einen Extra-Pokal, der fast größer war als ihre Trinkflasche. Sie strahlte, als hätte sie gerade einen Schatz gefunden.

Zwischendurch gab es Kuchen und Brötchen, und manche Eltern hatten so viele Snacks dabei, dass man hätte meinen können, wir würden eine Woche bleiben. Wir aßen, lachten, erzählten – und vergaßen fast, wie früh wir aufgestanden waren.

Am Ende des Tages waren wir müde, stolz und ein bisschen schmutzig. Und als wir wieder ins Auto stiegen, rutschten wir natürlich noch einmal fast aus

Ava, Niklas, Neeskea, Stella

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